OverviewDetailsSchematic Diagram
  Wähler-Hauszentrale "Gnom"
 
 (Telefonbau und Normalzeit)

Beschreibung der Schaltung

1.) Belegung
Beim Aushängen eines Teilnehmers zieht das gemeinsame Relais AN an. n4 schaltet den Drehmagnet des Anrufsuchers ein:
- B, D (AS), an4, R-Arm (LW), vI4, a2, i6, Plus.
D (AS) mit d1 (AS) und A mit a2 steuern den AS in freier Wahl, bis auf den Kontakten des anrufenden Teilnehmers das J-Relais erregt wird. i6 schaltet D (AS) endgültig ab und VI ein. i2 und vI6 bereiten die Durchschaltung zum gewünschten Teilnehmer vor. vI1 wirft AN durch Kurzschluß ab und bereitet das Ansprechen von R vor. Kontakt vI4 schaltet die niederohmige Dämpfungswicklung des Relais A ein; v13 und vI5 bereiten das Ansprechen von A (400) vor, das durch an4 eingeschaltet wird:
- B, D (LW), vI5, R-Arm (LW), an4, vI3, A (400), Plus.
a2 bereitet die Impulsgabe zum D (LW) vor; a6 schaltet R ein, das sich mit r1 in einen von a6 unabhängigen Haltekreis schaltet. r4 schaltet den Speisekreis auf ungesiebte Gleichrichterspannung um, so daß der Anrufende das Netzbrummen im Fernhörer als Wählzeichen hört.

2.) Anwahl und Rufen.
Der Anrufende wählt die Nummer des gewünschten Hausteilnehmers. i6 überträgt die Wahlimpulse als Stromstösse auf D (LW). Das A-Relais hält sich für die Dauer der Wahlreihe durch impulsförmige Erregung über d1 (LW) und fällt dann verzögert ab. a3 und a4 schliessen den Rufstromkreis über a6, r5 und f3 wird mit Hilfe einer Verzögerungsanordnung Relais F eingeschaltet, das mit f2 den Rufstrom - unter gleichzeitiger Anschaltung von Pluspotential an die b-Ader zum Gerufenen - abschaltet. f3 unterbricht den Einschaltekreis des F-Relais, das sich jedoch bis zur Entladung von c4 weiterhält. Nach Abfall von F schließt f3 erneut dessen Einschaltekreis und die vorbeschriebenen Vorgänge wiederholen sich. Kontakt f6 übernimmt dabei die Steuerung des Freizeichens, das in Form von ungesiebter Gleichrichterspannung dem Rufenden übertragen wird.

3.) Melden der gerufenen Stelle.
Meldet sich der gerufene Teilnehmer, so wird Relais R durch Gegenerregung abgeworfen:
- S, R (300), a3, r2, i2, a-Arm (LW) Nebenstellenschleife, b-Arm (LW), r6, a4, f2, DR (100), Plus (~R).
Mit r2 und r6 wird die Verbindung vom Anrufenden zum Gerufenen durchgeschaltet. r4 legt die geglättete Spannung als Speisespannung an den Verbindungssatz.


4.) Gesprächsschluß.
Die Verbindung wird ausgelöst, wenn beide Teilnehmer auflegen. Dann wird J stromlos und schaltet mit i6 VI ab. i2 und vI6 trennen die a-b-Leitung im Verbindungssatz auf. vl4 leitet die Rückstellung des Leitungswählers in die Ruhelage ein, die durch die Selbstunterbrechungskombination d1, d2, a-Relais und a4 gesteuert wird. Der Anrufsucher geht in gleicher Weise in die Grundstellung, nachdem LW 1n seiner Ruhestellung angekommen.

Aufschalte-Anschluß.
Während elner bestehenden Verbindung kann sich der Aufschalteteilnehmer auf das Gesprach durch Drücken der Aufschaltetaste aufschalten Seine Sprechgarnitur wird dabei mit Leitung a und b über Kondensatoren an den Verbindungssatz gelegt, wahrend sein Mikrofon den Speisestrom aber die normals Leitung erhält
-S, Wi 1500, Leitung a, Hausstelle, Leitung b, Wi 1500, vI1, Plus.
Der Aufschalteteilnehmer beeinflußt somit die Schaltvorgänge im Verbindungssatz durch das Aufschalten nicht.

Quelle: Unterlagen S3e-5/10 I (T+N 09.10.1953, 116/170R/E./Schm.)